Haarteil bauen

Hier erklären wir Dir Schritt für Schritt, wie Du Dir ein eigenes Cyber Haarteil aus Cyber Locks bauen kannst. Du erhältst dabei etliche Tipps & Tricks, die es Dir ermöglichen, in kurzer Zeit ein sehr schönes Ergebnis zu erzielen und profitierst von den Erfahrungen, die wir für Dich gesammelt haben.
Wenn Du Fragen oder Anregungen hast, kannst Du gerne mit uns Kontakt aufnehmen.

Basismaterial

Um ein Cyber Haarteil zu bauen, benötigst Du mindestens:

Zusätzliches Material

Soll Dein Cyber Haarteil mehr als nur ein einfaches Basismodell werden, kannst Du es beliebig aufpeppen. Grundsätzlich eignen sich alle leichten und flexiblen Materialien. Schau Dich zum Beispiel im Baumarkt oder Bastelgeschäft um. Du wirst sehen, es gibt viele Möglichkeiten und nur Deine Phantasie ist die Grenze. Hier einige Vorschläge von uns, die in der Szene populär sind:

Vorbereitung am Tisch

Wenn Du feine bzw. grobe Gummi Gittermatten verwenden möchtest, müssen diese als erstes auf das Satinband aufgefädelt werden. Das geht am einfachsten mit einer Pinzette.

  • Schneide ca. 1m Satinband ab.
  • Leg das obere Ende der Gittermatte ca. 1-2cm doppelt und stecke die Pinzette durch die feinen Löcher im Netz. Wenn das Netz dabei etwas gedehnt wird oder minimal ausreißt, ist das nicht weiter tragisch.
  • Greife mit der Pinzette nun das Satinband und ziehe es durch die Gittermatte.
  • Wiederhole den Vorgang für jede Gittermatte.

An den äußeren Enden des Satinbandes muss sich jeweils eine feine Matte befinden. Diese Matten nennen wir Stopper. Sie verhindern später, dass Locks vom aufgefädelten Satinband herunter rutschen können.



 

Satinband mit aufgefädelten Matten aufhängen

Knote das Satinband nun frei hängend zum Beispiel zwischen zwei Stuhllehnen. Der freie Abstand zum Boden sollte deutlich mehr betragen, als Dein Haarteil lang werden soll. Das gespannte Satinband hilft Dir, die Locks einfach zu befestigen und gleichzeitig zu beurteilen, wie Dein Haarteil später fallen wird. Auch lassen sich sehr einfach symmetrische Haarteile aufbauen. Mit einem gespannten Satinband geht es viel einfacher, als wenn Du auf einem Tisch arbeitest.

Locks zuschneiden

Die Cyberlocks kommen am Stück als Meterware und müssen auf Deine gewünschte Länge zugeschnitten werden. Überlegt Dir also zunächst, wie lang dein Haarteil im Mittel werden soll. Eine verbreitete Länge ist ca. 40cm. Das Haarteil fällt dann satt über die Schultern.
Achtung: Die geschnitteten Locks werden mittig aufgeknotet, d.h. die Enden hängen zu beiden Seiten herab. Beim Zuschnitt musst Du also die doppelte Länge abschneiden.
Beispiel: Dein Haarteil soll ca. 40cm lang werden. Die einzelnen Locks werden auf ca. 80cm Länge zugeschnitten.

Schneide nicht gleich alle Locks zu, sondern erstmal nur eine. Das Material dehnt sich durch das freie Hängen. Du musst eventuell Deine Zuschnittlänge anpassen.

Tipp: Schneide nicht alle Locks gleich lang ab, sondern variiere die Länge etwas. Das Haarteil wird dadurch später stufiger, interessanter und voller aussehen.

Enden der Locks umschlagen

Die Enden der geschnittenen Locks sind sehr empfindlich, denn die Locks bestehen aus vielen, nur locker verwobenen Fasern. Einmal zerschnitten, drohen sich die Locks aufzureiben. Das einfachste Mittel dagegen ist das Einschlagen der Ende.

Greife dazu alle Fasern des Endes, indem Du die Lock zwischen Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger gleiten lässt. Bist Du fast am Ende angelangt, nimm das Ende und stülpe es zurück in die Lock. Es reicht aus, das Ende ca. 3-5cm einzuschlagen

Locks aufknoten

Die zugeschnittenen Locks werden nun auf das Satinband aufgeknotet. Ein einfacher Knoten reicht aus und Du musst ihn nicht besonders eng ziehen.
Ist der Knoten eher locker, kannst du die Locks auch später noch verändern, z.B. um sie an eine andere Stelle auf das Satinband zu knoten oder den Knoten in einem anderen Teil der Lock anbringen.
Wechsele die Farben ganz nach Deinem Geschmack.

Locks aufknoten - häufige Fehler

Beim Aufknoten der Locks gibt es zwei Aspekte, die Du beachten solltest.
Ein Ende sollte mindestens 10cm lang sein. Ist es zu kurz, wird es nicht nach unten hängen, sondern sich nach oben aufrichten. Es entsteht eine abstehende Lock. Das kann witzig aussehen aber meistens stören solche kurzen Stummel eher.

Knote nicht alle Stücke genau mittig an, sondern variiere den Abstand zwischen Knoten und Ende. Durch Variation der Abstände zum Knoten wird dein Haarteil später gestufter, interessanter und voluminöser aussehen!

Dein Haarteil wächst

Je mehr Locks Du einbaust, desto voluminöser wird Dein Haarteil.

 

Ergänzen mit Foamies, Rexlace und weiteren Materialien

Nun kannst Du Foamies, Rexlace und weitere Materialien ganz nach Deinen Wünschen einbauen.
Wenn Du die Foamies sehr eng an das Satinband knotest, werden sie später sehr biestig abstehen. Knotest Du sie dagegen mit etwas Abstand, werden sie eher sanft fallen. Welchen Look Du bevorzugst, bleibt Deine Entscheidung.

Rexlace einknoten

Die Rexlace-Schnüre lassen sich am Besten mit mehreren Doppelknoten am Satinband befestigen. So können Sie nicht herabfallen und geben Deinem Haarteil einen grungigen Look.

 

Mehr Locks - mehr Volumen!

Genügt Dir bisheriges Volumen nicht? Ein paar Yards unserer Locks extra eingeknotet verhelfen jedem Haarteil zu ungeahnter Fülle. Hier siehst du Unterschied zwischen 25 und 35 Yards Locks.

Gegebenfalls Matten beschneiden

Unsere Gummi Matten sind ca. 40cm lang - eventuell zu lang für Dein Haarteil. Schneide sie auf Deine Wunschlänge, noch während das Haarteil hängt.
Die Form der Enden kannst Du variieren. Gerade oder schräg? Rund oder spitz oder eine Treppenform? Deine Kreativität ist gefragt!

Satinband Enden versäubern

Ist Dein Haarteil komplett, schiebe Locks, Matten, Foamies und alle weiteren Materialien auf dem Satinband vorsichtig zusammen. Löse nun die Knoten, mit denen Du das Satinband aufgespannt hast und schneide die Enden sauber ab. Gehe anschließend einmal kurz mit einem Feuerzeug über das Ende. Die freien Fasern das Satinbandes werden so miteinander verschmolzen und es wird sich auch nach häufigem Tragen nicht auffasern.